Köln

St. Gereon
mittelalterliches Fußbodenmosaik in der Krypta
Maßnahme: 1995 - 1996

Der Erhaltungszustand der Mosaike ist recht unterschiedlich zu bewerten. Die deutlichsten Schadensphänomene sind:

  • Starke Verschmutzung
  • Hebungen und Senkungen
  • partielle Salzausblühungen
  • Fehlstellen / Ausbrüche einzelner Mosaike
  • Massive Salzbelastungen mit extremen Salzschäden an den Ziegelmosaiken
  • Salzbelastungen der Mörtel
  • Starre und kunststoffvergütete, neuzeitliche Fugmörtel
Vorrangige konservatorische Aufgabe war es, Entsalzungen soweit wie möglich durchzuführen, um diese Schadensquelle weitestgehend zu minimieren. Nur einige wenige Mosaike müssen ausgebaut und in der Werkstatt konservatorischen Maßnahmen unterzogen werden. Alle notwendigen konservatorische Maßnahmen im Überblick:
  • Vorsicherung gefährdeter Bereiche
  • Reinigung der Oberflächen und der Fugen
  • Ausbau der Ziegelmosaike, Transport in die Werkstatt zur weiteren konservatorischen Behandlung
  • Neuverlegung der konservierten Ziegelmosaike in speziell vorbereiteten Untergrund
  • Entfernung technisch schlechter und starrer Fugenmörtel
  • Überarbeiten der Fugen, partielles Neuverfugen
  • Sicherungsarbeiten an Fehlstellen durch Schließen mit neutralem mineralischen Mörtel
  • Verlegen gelöster Mosaiksteinchen

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Zwischenzustand Reinigung

Nach der Reinigung ist der starke Verschmutzungsgrad besonders deutlich abzulesen

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Zwischenzustand Detail fehlende Steinchen

Fehlende Mosaiksteinchen bieten durch die Verletzung der Oberfläche Angriff für fortschreitende Schäden.

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Zwischenzustand Detail Fugen

Nach der Reinigung zeigen sich die starren Zementfugen noch deutlicher und wirken nun auch optisch störend.

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Endzustand Detail Fugen

Die technisch und optisch unbefriedigenden Fugen wurden entfernt und durch geeignete Fugenmörtel ersetzt.